Sonntag, 6. März 2016

Automatismen

Schon sind wir in der zweiten Ferienwoche. Gestern hat es eine riesige Menge Neuschnee gegeben. Die Walliserhäuser mit dem vielen Schnee auf den Dächern sehen wunderbar aus. Patrick ist heute wieder abgereist. Es war für Peter angenehm, einige Tage mit ihm gemeinsam zu kochen und zu essen. Allein macht es weniger Freude!

Ich bin nochmals langsamer geworden mit dem An- und Ausziehen! Die Winterkleider und Winterstiefel tragen das ihre dazu bei.

Das bedeutet auch, mehr Unterstützung ist nötig. Da hilft nur, dies von der humorvollen Seite zu sehen!

In der Ergotherapie  bekam ich den Rat, zuerst mit dem schwächeren Arm z.B eine Jacke anzuziehen, da der stärkere noch beweglicher ist. Dasselbe auch bei Hosen und Pullis.

Wenn ich nicht bewusst daran denke, sind, schwupps, die Automatismen schneller! Diese sind  ja im Alltag unentbehrlich - wir können nicht  ständig alle alltäglichen Abläufe überlegen. Doch einen solchen Automatismus in unserem Hirn zu verändern, ist alles andere als einfach.

Ich hab es meinen Klienten und Klientinnen, als ich noch arbeitete, so erklärt: Die Automatismen sind wie eine Autobahn im Hirn - Wenn ich etwas verändern will, dann entsteht durch bewusstes neues Denken und Handeln zuerst ein Trampelpfad, der mit der Zeit zu einem Weg, einer Strasse und ev. dann mal zur Autobahn wird.

Bei mir ist es momentan erst ein Trampelpfad. Ich bleibe dran.

Eine gefährliche "Autobahn" bei mir ist, dass ich stehend die Hosen anzuziehen gewohnt bin. Bei nachlassenden Gleichgewicht und Kraft nicht zu empfehlen. Der Trampelpfad heisst, mich bewusst zuerst hinsetzen.

Diese Woche soll es mehr Sonne geben. Lassen wir uns überraschen.



Kommentare:

  1. Guten Abend,
    bevor ich jetzt gleich zum abendlichen Fernsehkrimi gehe, möchte ich dir schnell noch ein paar Zeilen schreiben.
    Wie immer bewundere ich deine Art, dein Schicksal zu tragen.
    Mit soviel Gelassenheit und, ja, auch mit Humor wie du selber schreibst.
    Besonders gut gefällt mir deine Ausführung über den Automatismus.
    Ich übe das in kleinen Dingen, z.B. Zähneputzen mal mit der anderen Hand, beim essen Messer und Gabel in die andere Hand umtauschen usw. Ich bin überrascht, dass man nach geraumer Zeit das auch relativ gut hin bekommt.
    Daher wünsche ich dir eine schnelle Umstellung, dass dein Trampelpfad bald zur Autobahn mutiert ;-)
    ♥liche Grüße

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  2. Ja Sylvia ich staune immer wieder über die Automatismen,
    ich muss soeben schmunzeln ,weil mir da meine Zähne in den
    Sinn kommen grins :-))
    Habe ja oben nun eine ganz Seite nicht mehr und wenn ich dann die Teilprothesen zum putzen rausnehme, wird auch die zahnlose Seite mit der Elektrobürste voller Elan geputzt ,immer nehme ich mir vor dieses nicht mehr zu machen, aber eben diese Automatismen !

    Ich bewundere dich ,wie du das hinkriegst, dein Schicksal hier nieder schreibst und du deinen Humor nicht verlierst!

    Schön, dass in Goms so viel Schnee liegt hier ist seit
    Tagen Dauerregen angesagt, es kann nur besser werden !
    Gerne würde ich draussen unseren Osterbaum schmücken ,
    das geht nur bei Schönwetter :-))

    Ich wünsche euch noch wunderbare Tage ,mit vielen
    schönen Momenten !

    Ganz liebi Grüessli
    Margrit

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  3. Oh ja, diese 'alten Autobahnen', sind einfach besser zu befahren, als die neuen Trampelpfade. Die Erklärung ist großartig. Ich tue mich auch immer seeeehr schwer mit derartigen Veränderungen. Das liegt wohl in der Natur der Sache. Aber: Wir können ja immer noch lernen und so werden aus Trampelpfaden dann vielleicht doch noch recht gut begehbare Straßen! --- Ich wünsch euch gaaaanz viel Sonne - draußen und im Herzen! LG Martina

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