Das Bewegen in der Natur geniesse ich. Ich habe wieder begonnen mit dem Nordic Walking und konnte mit Freude feststellen, dass ich noch recht fit bin, nur wenig eingeschränkt durch die Atmung. Ich habe mich nun definitiv für die 5 Km Nordic Walking am Frauenlauf in Bern angemeldet. Das ist auch eine Motivation, dran zu bleiben.
Unsere Ferientage im Goms sind dann auch gleich noch ein wenig "Höhentraining". Vielleicht kommt dann nach dem angekündigten Schnee doch noch die Sonne zum Vorschein. Der Frühling in der Höhe ist immer wieder speziell. Kaum ist der Schnee weg, explodiert die Natur. Es hat noch einige naturbelassene Wiesen, welche jeweils ihre ganze Farbenpracht entfalten.
Mit der Nahrung ist es so eine Sache. Ich habe nun ja ganz umgestellt auf Sondennahrung. Womit ich überhaupt nicht rechnete war, dass ich unglaublich Hunger bekam. Ist dies das totale Fehlen der festen Nahrung, was für die Magen ungewohnt ist, oder ist die Menge zu klein oder gar beides.?
Ich habe auch sofort an Gewicht verloren. Nicht viel, aber doch Tendenz nach unten.
Nun habe ich, nach Rücksprache, die tägliche Menge erhöht und hoffe sehr, dass das Hungergefühl verschwindet. Es bedeutet jedoch auch, mehrere Stunden im Tag an der Sonde zu sein.
So hab ich mir einen Ruck gegeben, meinen Mut zusammengenommen und mich ausser Haus gewagt mit Rucksack und Nahrung. Und es geht problemlos. Die Hemmungen unbegründet. Das bedeutet auch mehr Freiheit und Mobilität.
Dienstag, 19. Mai 2015
Sonntag, 10. Mai 2015
Ein paar Tage Ferien im Ausland ja/nein
Reisen ins Ausland war bei der letzten Kontrolle in St. Gallen ebenfalls ein Thema. Ich kann es einfach nicht lassen. Zu sehr zog es mich in meinem Leben immer wieder an Orte, die ich noch nicht kannte.
Gemäss dem Neurologen steht momentan dabei nichts im Wege, nur ich mir selbst. Eine akute Verschlechterung sollte nicht eintreten, ausser bei einer Infektion. Die Krankheit verläuft ja konstant.
Einerseits blitzt bei mir die bekannte Lust auf, noch etwas zu unternehmen und dabei ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen. Es ist eine Frage der Organisation.
Andererseits kommt die andere Stimme, die meint, ich habe ja viele schöne Reisen gemacht. Es sei doch viel zu aufwändig. All das Material und die ganze Nahrung mitnehmen und. und und ...... Die Hemmungen in der Öffentlichkeit mit der Sonde. Kein Essen im Restaurant, keine spontanen Gespräche.
Und es lässt mich nicht los. Wenn, dann bald. In einigen Monaten bin ich vielleicht nicht mehr in der Lage.
So liefern sich das lustvolle Kind in mir, das noch etwas Neues sehen und erleben will, und die hemmende Stimme ein Hin und Her.
Wichtig wäre, dass ich mich zurückziehen kann, wenn ich müde bin. Eher gemütliches Reisen. Fliegen eher nicht mehr.
Über Pfingsten fahren wir zunächst mal in unsere Ferienwohnung ins Goms. Dort fühl ich mich auch zu Hause. Da werden wir auch sehen, wie gross der Aufwand ist mit dem ganzen Material, das ich benötige. Nur, dort ist bereits einiges vorhanden und wir haben genügend Platz. Es ist kein eins zu eins Test. Doch gibt es mir eine Ahnung.
Gegen das Speichelproblem habe ich leider noch nicht die richtige Kombination gefunden. Das Ausprobieren geht weiter. Ich hoffe schon, dass ich dies noch in den Griff bekomme. Für mich ist es einfach unangenehm.
Gemäss dem Neurologen steht momentan dabei nichts im Wege, nur ich mir selbst. Eine akute Verschlechterung sollte nicht eintreten, ausser bei einer Infektion. Die Krankheit verläuft ja konstant.
Einerseits blitzt bei mir die bekannte Lust auf, noch etwas zu unternehmen und dabei ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen. Es ist eine Frage der Organisation.
Andererseits kommt die andere Stimme, die meint, ich habe ja viele schöne Reisen gemacht. Es sei doch viel zu aufwändig. All das Material und die ganze Nahrung mitnehmen und. und und ...... Die Hemmungen in der Öffentlichkeit mit der Sonde. Kein Essen im Restaurant, keine spontanen Gespräche.
Und es lässt mich nicht los. Wenn, dann bald. In einigen Monaten bin ich vielleicht nicht mehr in der Lage.
So liefern sich das lustvolle Kind in mir, das noch etwas Neues sehen und erleben will, und die hemmende Stimme ein Hin und Her.
Wichtig wäre, dass ich mich zurückziehen kann, wenn ich müde bin. Eher gemütliches Reisen. Fliegen eher nicht mehr.
Über Pfingsten fahren wir zunächst mal in unsere Ferienwohnung ins Goms. Dort fühl ich mich auch zu Hause. Da werden wir auch sehen, wie gross der Aufwand ist mit dem ganzen Material, das ich benötige. Nur, dort ist bereits einiges vorhanden und wir haben genügend Platz. Es ist kein eins zu eins Test. Doch gibt es mir eine Ahnung.
Gegen das Speichelproblem habe ich leider noch nicht die richtige Kombination gefunden. Das Ausprobieren geht weiter. Ich hoffe schon, dass ich dies noch in den Griff bekomme. Für mich ist es einfach unangenehm.
Samstag, 2. Mai 2015
Das einzig Konstante ist die Veränderung
Am Mittwoch hatte ich im ALS Zentrum in St. Gallen eine 3 stündigen Untersuchungs- und Beratungs-Marathon.
Themen waren die Ernährung über die Sonde, der Speichelfluss, der so schwierig zu handhaben ist und ein Termin mit dem Physiotherapeuten.
Um die Gefahr einer Lungenentzündung zu minimieren, wurde mir empfohlen, die Ernährung ganz auf die Sonde umzustellen. Seit der OP habe ich ja je die Hälfte der Kalorien durch die Sonde und auf "normalem Weg" zu mir genommen.
Schweren Herzens habe ich mich für die Ernährung ganz über die Sonde entschieden. Ich weiss ja, dass es vernünftig ist, und ich will auch nicht das Risiko herausfordern. Es ist auch so, dass das Essen und Trinken immer schwieriger geworden ist. Und es ist halt doch wieder ein neuer Verlust, nachdem ich mich jetzt so gut arrangiert habe mit halb - halb. So kleinere Häppchen für den Gluscht liegen gleichwohl drin. Es geht ja auch darum, die Freude und den Geschmack erleben zu können. Ganz ausschliessen lässt sich das Risiko sowieso nicht. Verschlucken ist auch mit dem Speichel möglich.
Nun heisst es den täglichen Ablauf wiederum neu zu organisieren. Es sind doch 2 x 3 Stunden, wo ich an den Schlauch angeschlossen bin und ernährt werde. Ich habe jedoch einen Rucksack, speziell für die Sondennahrung, mit dem ich mobil bin während des "Essens".. Zu Hause ist das sehr praktisch. Es wäre es auch ausserhalb des Hauses, doch hab ich mich noch nicht gewagt. Ich werde es sicher tun, denn ich will mich nicht mehr einschränken als nötig ist.
Die Medikamente, um den Speichelfluss in Griff zu bekommen, wurden angepasst. D.h. ich habe eine Auswahl von pflanzlichen und chemischen Produkten verschrieben bekommen, um auszuprobieren, welche Kombination bei mir am besten nützt.
Beim Physiotherapeuten habe ich noch zusätzliche Übungen erhalten, um die Atmung zu erleichtern,
Es war ein langer Nachmittag in St. Gallen mit all dem Neuen. Ich bin jedoch auch sehr froh, dass ich dort eine wirklich gute Betreuung erhalte.
Nun freue ich mich auf den morgigen Sonntag. Die ganze Jungmannschaft kommt zu uns nach Hause. Mit den Enkeln kommt Bewegung und Lebensfreude.
Themen waren die Ernährung über die Sonde, der Speichelfluss, der so schwierig zu handhaben ist und ein Termin mit dem Physiotherapeuten.
Um die Gefahr einer Lungenentzündung zu minimieren, wurde mir empfohlen, die Ernährung ganz auf die Sonde umzustellen. Seit der OP habe ich ja je die Hälfte der Kalorien durch die Sonde und auf "normalem Weg" zu mir genommen.
Schweren Herzens habe ich mich für die Ernährung ganz über die Sonde entschieden. Ich weiss ja, dass es vernünftig ist, und ich will auch nicht das Risiko herausfordern. Es ist auch so, dass das Essen und Trinken immer schwieriger geworden ist. Und es ist halt doch wieder ein neuer Verlust, nachdem ich mich jetzt so gut arrangiert habe mit halb - halb. So kleinere Häppchen für den Gluscht liegen gleichwohl drin. Es geht ja auch darum, die Freude und den Geschmack erleben zu können. Ganz ausschliessen lässt sich das Risiko sowieso nicht. Verschlucken ist auch mit dem Speichel möglich.
Nun heisst es den täglichen Ablauf wiederum neu zu organisieren. Es sind doch 2 x 3 Stunden, wo ich an den Schlauch angeschlossen bin und ernährt werde. Ich habe jedoch einen Rucksack, speziell für die Sondennahrung, mit dem ich mobil bin während des "Essens".. Zu Hause ist das sehr praktisch. Es wäre es auch ausserhalb des Hauses, doch hab ich mich noch nicht gewagt. Ich werde es sicher tun, denn ich will mich nicht mehr einschränken als nötig ist.
Die Medikamente, um den Speichelfluss in Griff zu bekommen, wurden angepasst. D.h. ich habe eine Auswahl von pflanzlichen und chemischen Produkten verschrieben bekommen, um auszuprobieren, welche Kombination bei mir am besten nützt.
Beim Physiotherapeuten habe ich noch zusätzliche Übungen erhalten, um die Atmung zu erleichtern,
Es war ein langer Nachmittag in St. Gallen mit all dem Neuen. Ich bin jedoch auch sehr froh, dass ich dort eine wirklich gute Betreuung erhalte.
Nun freue ich mich auf den morgigen Sonntag. Die ganze Jungmannschaft kommt zu uns nach Hause. Mit den Enkeln kommt Bewegung und Lebensfreude.
Freitag, 24. April 2015
"Voressen"
Gestern war in der Logopädie "voressen " angesagt. d.h. ich nahm mein Mittagessen mit und die Logopädinnen beobachteten, wie ich schlucke, mit dem Ziel, mir "Tipps und Tricks" mitzugeben, um möglichst ohne Verschlucken essen zu können. Sie meinten auch, eine erneute Schluckuntersuchung mit Endoskop wäre sicher hilfreich.
Ich war danach irritiert und etwas verwirrt, habe ich doch in den letzten Wochen verschiedenste Meinungen von den verschiedenen beteiligten Fachpersonen erhalten: Vom Neurologen, es sei gut und ein Training der Schluckmuskulatur noch auf dem "normalen" Weg zu essen. Der Ernährungsplan aus St. Gallen sieht vor, die Hälfte der Kalorien über die Sonde. Nach der Pflegeberaterin im ALS Zentrum sollte der grösste Teil über die Sonde laufen und nur noch einige Häppchen durch den üblichen Weg. Eine Schluckabklärung sei deshalb nicht mehr nötig.
Allen gemeinsam ist, dass sie mir helfen wollen, das Risiko, mich zu verschlucken, zu vermeiden und die damit einhergehende Gefahr einer Lungenentzündung zu minimieren.
Ich musste dies dann alles für mich "büschele". Mich austauschen und im Dialog zu einem für mich stimmenden Fazit zu kommen, geht ja nicht.
Dazu beschäftige mich die Frage nach dem Sinn für mich, wenn ich in absehbarer Zeit nur noch Sondennahrung erhalte..Ist dies eine Lebensverlängerung, die ich so eigentlich nicht möchte, oder ist es eine Erleichterung, um mehr Energie für anderes zu haben?
Das "Büschele" hat zu einigen Entscheidungen geführt:
Solange ich noch so mobil bin und der Körper noch mitmacht, ist auch eine vollständige Ernährung nur über die Sonde sinnvoll. Es ist dann nicht eine Lebensverlängerung um jeden Preis, sondern Erleichterung.
Da ich abends am meisten Mühe habe, etwas zu essen, werde ich ab heute die Abendmahlzeit durch die Sondennahrung ersetzten und nächste Woche in St. Gallen besprechen, um wie viel ich diese Ernährung erhöhen soll.
Nur noch wenige Häppchen zu essen, die ich geniessen kann, solange ich noch nicht ermüdet bin, ist OK für mich.
Ob so nochmals eine Schluckabklärung nötig ist,, wird sich bei meinem Untersuch nächste Woche im ALS Zentrum zeigen.
Dies alles für mich so zu ordnen, gibt mir wieder mehr Ruhe und Zuversicht.
Und noch etwas habe ich für mich geklärt. Wenn es keine akute Verschlechterung gibt in nächster Zeit, werde ich im Juni nochmals am Frauenlauf teilnehmen über 5 km Nordic Walking. Ich war einige Jahre dabei und habe immer die tolle Atmosphäre dort genossen. Im Gegensatz zu früheren Jahren, ist nicht mehr der Ehrgeiz da, meine Laufzeit zu verbessern, sondern in dem Tempo, das mir noch möglich ist, dabei sein.
Ich war danach irritiert und etwas verwirrt, habe ich doch in den letzten Wochen verschiedenste Meinungen von den verschiedenen beteiligten Fachpersonen erhalten: Vom Neurologen, es sei gut und ein Training der Schluckmuskulatur noch auf dem "normalen" Weg zu essen. Der Ernährungsplan aus St. Gallen sieht vor, die Hälfte der Kalorien über die Sonde. Nach der Pflegeberaterin im ALS Zentrum sollte der grösste Teil über die Sonde laufen und nur noch einige Häppchen durch den üblichen Weg. Eine Schluckabklärung sei deshalb nicht mehr nötig.
Allen gemeinsam ist, dass sie mir helfen wollen, das Risiko, mich zu verschlucken, zu vermeiden und die damit einhergehende Gefahr einer Lungenentzündung zu minimieren.
Ich musste dies dann alles für mich "büschele". Mich austauschen und im Dialog zu einem für mich stimmenden Fazit zu kommen, geht ja nicht.
Dazu beschäftige mich die Frage nach dem Sinn für mich, wenn ich in absehbarer Zeit nur noch Sondennahrung erhalte..Ist dies eine Lebensverlängerung, die ich so eigentlich nicht möchte, oder ist es eine Erleichterung, um mehr Energie für anderes zu haben?
Das "Büschele" hat zu einigen Entscheidungen geführt:
Solange ich noch so mobil bin und der Körper noch mitmacht, ist auch eine vollständige Ernährung nur über die Sonde sinnvoll. Es ist dann nicht eine Lebensverlängerung um jeden Preis, sondern Erleichterung.
Da ich abends am meisten Mühe habe, etwas zu essen, werde ich ab heute die Abendmahlzeit durch die Sondennahrung ersetzten und nächste Woche in St. Gallen besprechen, um wie viel ich diese Ernährung erhöhen soll.
Nur noch wenige Häppchen zu essen, die ich geniessen kann, solange ich noch nicht ermüdet bin, ist OK für mich.
Ob so nochmals eine Schluckabklärung nötig ist,, wird sich bei meinem Untersuch nächste Woche im ALS Zentrum zeigen.
Dies alles für mich so zu ordnen, gibt mir wieder mehr Ruhe und Zuversicht.
Und noch etwas habe ich für mich geklärt. Wenn es keine akute Verschlechterung gibt in nächster Zeit, werde ich im Juni nochmals am Frauenlauf teilnehmen über 5 km Nordic Walking. Ich war einige Jahre dabei und habe immer die tolle Atmosphäre dort genossen. Im Gegensatz zu früheren Jahren, ist nicht mehr der Ehrgeiz da, meine Laufzeit zu verbessern, sondern in dem Tempo, das mir noch möglich ist, dabei sein.
Donnerstag, 16. April 2015
Erfahrungen machen
Diese Woche war ich das erste Mal seit der OP wieder im Muskeltraining/Fitness in der Physiotherapie-Praxis in Klingnau, wohin ich schon seit mehreren Jahren regelmässig gehe. Ich habe wieder ganz sachte angefangen, mit weniger Gewicht. Ich traute mich noch nicht so recht. Die Wunde, resp. die Sonde haben mich weder gestört, noch hatte ich Schmerzen. Dies gibt mir wieder ein Stück Vertrauen in meine körperliche Belastbarkeit.. Ich will mich nicht überfordern, sondern darf mich an dem freuen, das noch möglich ist und mir Spass macht.
Seit gut einer Woche fahre ich auch wieder Auto. Ich traute mich vorher nicht, auch wegen der Schmerzmittel. Es ist nicht so, dass ich sehr gerne Auto fahren würde. Doch es gibt mir ein Gefühl der Unabhängigkeit. Es sind eh nur kurze Strecken, die ich fahre, für längere nehmen wir normalerweise die SBB.
Morgen Freitag ist die Beerdigung meiner Mutter in Thun. Sie war seit einigen Wochen, nach einer Infektion, bettlägerig. Sie wurde dieses Jahr 87.
Für mich ist es das erste Mal, dass ich den ganzen Tage unterwegs bin nach der OP. Es gibt ein rechtes "Bagage": Tablet zum Sprechen", Wasser und Spritze zum "Trinken mit der Sonde", Apfelmus als Zwischenmahlzeit, genügend Servietten wegen Speichelfluss, Eindickungsmittel für Kaffee.
Die Kommunikation wird auch eine Herausforderung sein morgen. Wie klappt dies in einem grösseren Kreis von Personen.
Sicher ist, dass ich morgen am Abend sehr müde sein werde.
Seit gut einer Woche fahre ich auch wieder Auto. Ich traute mich vorher nicht, auch wegen der Schmerzmittel. Es ist nicht so, dass ich sehr gerne Auto fahren würde. Doch es gibt mir ein Gefühl der Unabhängigkeit. Es sind eh nur kurze Strecken, die ich fahre, für längere nehmen wir normalerweise die SBB.
Morgen Freitag ist die Beerdigung meiner Mutter in Thun. Sie war seit einigen Wochen, nach einer Infektion, bettlägerig. Sie wurde dieses Jahr 87.
Für mich ist es das erste Mal, dass ich den ganzen Tage unterwegs bin nach der OP. Es gibt ein rechtes "Bagage": Tablet zum Sprechen", Wasser und Spritze zum "Trinken mit der Sonde", Apfelmus als Zwischenmahlzeit, genügend Servietten wegen Speichelfluss, Eindickungsmittel für Kaffee.
Die Kommunikation wird auch eine Herausforderung sein morgen. Wie klappt dies in einem grösseren Kreis von Personen.
Sicher ist, dass ich morgen am Abend sehr müde sein werde.
Samstag, 11. April 2015
Frühling
Endlich ist der Frühling mit seiner Blumenpracht und den wärmeren Temperaturen da. Ich freue mich an der erwachten Natur. Die längeren Tage und die Wärme tun mir gut und geben mir Energie. Es ist schön, dies nochmals zu erleben.
Sicher spielt dabei auch eine Rolle, dass ich die Wunde kaum mehr spüre und ich mich sehr gut erholt habe.
Es gibt wieder Momente, in denen ich die Krankheit vergessen kann und mich fühle wie vor der Diagnose, sei dies beim Spazieren, beim Lesen, beim Fernsehen, am Computer. Ich bin dankbar für diese Momente und froh, dass ich zwischendurch abschalten und auftanken kann.. Es holt mich dann wieder ein beim Trinken, Essen und wenn ich mich mitteilen möchte.
Mir wurde von einer Fachperson, kurz nach der Diagnose, gesagt, das Tragische bei ALS sei, dass frau/man mit völlig intaktem Verstand, das Fortschreiten der Krankheit und den Verfall mitbekomme. Dies hat für mich nicht nur die negative Seite, dem relativ raschen Verlauf der Krankheit, jeder Veränderung, bei klarem Kopf zuzuschauen. Das schmerzliche Feststellen von Dingen, die vor kurzer Zeit noch möglich waren und nun nicht mehr möglich sind.
Der klare Kopf hat für mich auch die positive Seite, dass ich mich weiterhin meinen Interessen zuwenden kann, mich z.B. mit gesellschaftspolitischen Fragen beschäftige, mich informiere über das Wichtige und auch Unwichtige auf dieser Welt in Zeitungen, Internet Radio und TV. Das gibt mir auch das Gefühl von Normalität und eben, wie oben schon gesagt, Momente, in denen die Krankheit nicht im Vordergrund steht.
Sicher spielt dabei auch eine Rolle, dass ich die Wunde kaum mehr spüre und ich mich sehr gut erholt habe.
Es gibt wieder Momente, in denen ich die Krankheit vergessen kann und mich fühle wie vor der Diagnose, sei dies beim Spazieren, beim Lesen, beim Fernsehen, am Computer. Ich bin dankbar für diese Momente und froh, dass ich zwischendurch abschalten und auftanken kann.. Es holt mich dann wieder ein beim Trinken, Essen und wenn ich mich mitteilen möchte.
Mir wurde von einer Fachperson, kurz nach der Diagnose, gesagt, das Tragische bei ALS sei, dass frau/man mit völlig intaktem Verstand, das Fortschreiten der Krankheit und den Verfall mitbekomme. Dies hat für mich nicht nur die negative Seite, dem relativ raschen Verlauf der Krankheit, jeder Veränderung, bei klarem Kopf zuzuschauen. Das schmerzliche Feststellen von Dingen, die vor kurzer Zeit noch möglich waren und nun nicht mehr möglich sind.
Der klare Kopf hat für mich auch die positive Seite, dass ich mich weiterhin meinen Interessen zuwenden kann, mich z.B. mit gesellschaftspolitischen Fragen beschäftige, mich informiere über das Wichtige und auch Unwichtige auf dieser Welt in Zeitungen, Internet Radio und TV. Das gibt mir auch das Gefühl von Normalität und eben, wie oben schon gesagt, Momente, in denen die Krankheit nicht im Vordergrund steht.
Donnerstag, 2. April 2015
Frohe Ostern
Heute sind es 14 Tage seit dem Einlegen der Magensonde. Die Wunde ist fast verheilt und der Alltag pendelt sich neu ein. Der Zeitaufwand wird kleiner.
Es gelingt mir schon recht gut, mir keinen Druck mehr zu machen, unbedingt viel essen zu müssen Ich entscheide spontan was und wie viel ich essen will. Das ist eine Erleichterung und ist eindeutig stressfreier. Dasselbe gilt fürs Trinken, da fliesst nun der grösste Teil direkt durch die Sonde. Ich verschlucke mich weniger und vermindere so auch die Anzahl der energiefressenden Hustenanfälle.
Ich habe auch wieder spürbar mehr Energie. Einerseits weil ich mich von der OP und dem damit verbundenen Stress gut erholt habe. Andererseits durch die Erleichterung beim Essen und Trinken. Das tut mir gut und erhöht meine Lebensqualität. So habe ich auch wieder Energie und Platz für andere Interessen.
So sehe ich den Ostertagen zuversichtlich entgegen und freue mich darauf, dass Patrick bereits heute zu uns kommt und Marco mit der Familie am Ostermontag. Die Enkelkinder werden schon für Betrieb sorgen. Und das ist gut so.
Ich wünsche allen erholsame Ostertage. Vielleicht zeigt sich die Frühlingssonne dann doch noch!
Es gelingt mir schon recht gut, mir keinen Druck mehr zu machen, unbedingt viel essen zu müssen Ich entscheide spontan was und wie viel ich essen will. Das ist eine Erleichterung und ist eindeutig stressfreier. Dasselbe gilt fürs Trinken, da fliesst nun der grösste Teil direkt durch die Sonde. Ich verschlucke mich weniger und vermindere so auch die Anzahl der energiefressenden Hustenanfälle.
Ich habe auch wieder spürbar mehr Energie. Einerseits weil ich mich von der OP und dem damit verbundenen Stress gut erholt habe. Andererseits durch die Erleichterung beim Essen und Trinken. Das tut mir gut und erhöht meine Lebensqualität. So habe ich auch wieder Energie und Platz für andere Interessen.
So sehe ich den Ostertagen zuversichtlich entgegen und freue mich darauf, dass Patrick bereits heute zu uns kommt und Marco mit der Familie am Ostermontag. Die Enkelkinder werden schon für Betrieb sorgen. Und das ist gut so.
Ich wünsche allen erholsame Ostertage. Vielleicht zeigt sich die Frühlingssonne dann doch noch!
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